Anlässlich des heutigen internationalen „World Day for Safety and Health at Work“ rückt das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt seine Arbeit für sichere Arbeitsbedingungen in Südhessen in den Fokus. Rund 190 Beschäftigte überwachen von drei Standorten aus (Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden) mehr als 200.000 Betriebe mit über 1,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Ihr Ziel: Risiken frühzeitig erkennen, Unfälle vermeiden und den Gesundheitsschutz in den Unternehmen stärken.
Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Südhessen bewegte sich in der Vergangenheit in einer Größenordnung von weniger als zehn im Jahr. Der Handlungsbedarf bleibt insgesamt hoch: Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen verursachen jedes Jahr erhebliche persönliche und wirtschaftliche Schäden. Viele dieser Risiken lassen sich durch konsequenten Arbeitsschutz deutlich reduzieren.
Im Jahr 2025 hat die Abteilung Arbeitsschutz– rund 4.500 Betriebe überprüft
- etwa 3.000 Baustellen kontrolliert
- 305 Anordnungen erlassen und
- 140 Bußgelder verhängt.
In zwölf Fällen wurden Strafanzeigen gestellt.
Die meisten der festgestellten Beanstandungen konnten kooperativ mit den Arbeitgebern abgestellt werden.
Mängel bei Fluchtwegen und die Beleuchtung in Arbeitsstätten waren die häufigsten Beanstandungen. Zudem fehlten in vielen Betrieben Gefährdungsbeurteilungen oder eine betriebsärztliche Betreuung. Auch nicht geprüfte Arbeitsmittel und ein unsachgemäßer Umgang mit Gefahrstoffen wurden regelmäßig festgestellt.
Neben der Kontrolle setzt das RP Darmstadt auf Beratung und Prävention. Die Arbeitsschutzexperten unterstützen Unternehmen dabei, gesetzliche Vorgaben umzusetzen und wirksame Schutzmaßnahmen zu etablieren. Abteilungsleiterin Jutta Flocke betont: