Zur Person
Gabriela Petereit-Haack studierte Humanmedizin in Berlin und Gießen und promovierte im Bereich der experimentellen Kardiologie. Den Master of Public Health (MPH) erwarb sie an der Universität Düsseldorf. Nach Stationen in der klinischen Medizin, im Landesuntersuchungsamt Hessen sowie der Umweltmedizin wechselte sie in die Arbeitsmedizin. Seit 2008 ist sie beim RP Darmstadt tätig und seit 2021 Landesgewerbeärztin des Landes Hessen.
Darüber hinaus engagiert sie sich in nationalen Fachgremien, darunter im Ausschuss für Arbeitsmedizin sowie im Ärztlichen Sachverständigenbeirat für Berufskrankheiten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ihre wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich unter anderem auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sowie auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Aktuell untersucht sie gesundheitliche Risiken bei Lehrkräften und Beschäftigten im Rettungsdienst.
Hintergrund
Das von Dr. Petereit-Haack geleitete Dezernat berät Technikerinnen und Techniker der Hessischen Arbeitsschutzverwaltung in arbeitsmedizinischen Fragen, begutachtet Beschäftigte mit Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit und führt Schwerpunktaktionen zu verschiedenen Themen durch. Zum Beispiel über die gesundheitlichen Folgen von psychischen Arbeitsbelastungen bei Lehrkräften. Zum Aufgabengebiet gehört auch die Überwachung des Medizinprodukterechts im Zuständigkeitsbereich des RP Darmstadt wie auch des Arbeitnehmerschutzes im Gesundheitswesen.
Die Franz-Koelsch-Medaille ehrt sowohl wissenschaftliche als auch praktische Leistungen, die zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz beitragen. Die Medaille wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch besondere Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin ausgezeichnet haben. Gestiftet wurde die Medaille 1967 von der damaligen Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin. Sie geht auf den Arbeitsmediziner Franz Koelsch zurück, einen der Wegbereiter des Fachgebiets in Deutschland.