Drei Menschen, eine Frau erhält eine Auszeichung

Regierungspräsidium Darmstadt

Hohe Auszeichnung für Landesgewerbeärztin Dr. Gabriela Petereit-Haack

Regierungspräsident Hilligardt gratuliert Landesgewerbeärztin zur Franz-Koelsch-Medaille

Darmstadt. „Diese Auszeichnung ist ein eindrucksvoller Beleg Ihrer außerordentlichen Fachexpertise“, gratulierte Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt Landesgewerbeärztin Dr. Gabriela Petereit-Haack. Die Leiterin des Dezernats VI 68 (Fachzentrum für medizinischen Arbeitsschutz/Landesgewerbearzt) beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt wurde kürzlich mit der renommierten Franz-Koelsch-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) ausgezeichnet. 

Wir freuen uns sehr über diese Würdigung Ihrer herausragenden Arbeit.

Prof. Dr. habil. Jan Hilligardt Regierungspräsident

Die Franz-Koelsch-Medaille zählt zu den höchsten Auszeichnungen der Arbeitsmedizin in Deutschland. Verliehen wurde sie Mitte März in München. DGAUM-Präsident Professor Thomas Kraus hob insbesondere Petereit-Haacks Forschung zu arbeitsbedingten Erkrankungen sowie ihr Engagement in zentralen Fachgremien hervor. „Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit von Beschäftigten. So würdigen wir eine herausragende Wissenschaftlerin und Praktikerin, die die Arbeitsmedizin in Deutschland entscheidend prägt!“

Die Geehrte betonte, dass es bei ihrer Forschung nicht nur um die Bearbeitung neuer Berufskrankheiten gehe, sondern ebenso um die Perspektivenerweiterung auf neue tätigkeitsbedingte Gesundheitsschäden, die durch die Veränderungen der heutigen Arbeitswelt entstehen. Als Landesgewerbeärztin hat sie einen engen Bezug zu einzelnen Beschäftigten und einen guten Einblick in hessische Betriebe:

Wir, die Gewerbeärztinnen und Gewerbeärzte, sind die erste neutrale Instanz in jedem Berufskrankheitenverfahren und versuchen, dort die Rechte der betroffenen Versicherten zu erwirken.

Dr. Gabriela Petereit-Haack Landesgewerbeärztin

Zur Person

Gabriela Petereit-Haack studierte Humanmedizin in Berlin und Gießen und promovierte im Bereich der experimentellen Kardiologie. Den Master of Public Health (MPH) erwarb sie an der Universität Düsseldorf. Nach Stationen in der klinischen Medizin, im Landesuntersuchungsamt Hessen sowie der Umweltmedizin wechselte sie in die Arbeitsmedizin. Seit 2008 ist sie beim RP Darmstadt tätig und seit 2021 Landesgewerbeärztin des Landes Hessen.

 

Darüber hinaus engagiert sie sich in nationalen Fachgremien, darunter im Ausschuss für Arbeitsmedizin sowie im Ärztlichen Sachverständigenbeirat für Berufskrankheiten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ihre wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich unter anderem auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sowie auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Aktuell untersucht sie gesundheitliche Risiken bei Lehrkräften und Beschäftigten im Rettungsdienst.

 

Hintergrund

Das von Dr. Petereit-Haack geleitete Dezernat berät Technikerinnen und Techniker der Hessischen Arbeitsschutzverwaltung in arbeitsmedizinischen Fragen, begutachtet Beschäftigte mit Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit und führt Schwerpunktaktionen zu verschiedenen Themen durch. Zum Beispiel über die gesundheitlichen Folgen von psychischen Arbeitsbelastungen bei Lehrkräften. Zum Aufgabengebiet gehört auch die Überwachung des Medizinprodukterechts im Zuständigkeitsbereich des RP Darmstadt wie auch des Arbeitnehmerschutzes im Gesundheitswesen.

Die Franz-Koelsch-Medaille ehrt sowohl wissenschaftliche als auch praktische Leistungen, die zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz beitragen. Die Medaille wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch besondere Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin ausgezeichnet haben. Gestiftet wurde die Medaille 1967 von der damaligen Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin. Sie geht auf den Arbeitsmediziner Franz Koelsch zurück, einen der Wegbereiter des Fachgebiets in Deutschland.

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