Regierungspräsidium Darmstadt

Krisenfest, bevor es darauf ankommt

Resilienz beginnt lange vor dem Ernstfall. Das gilt nicht nur für die persönliche Vorsorge der Bevölkerung, sondern auch für die staatlichen Strukturen des Bevölkerungsschutzes. Anlässlich der Resilienzwoche der Landesregierung und des bundesweiten Warntags am 10. September macht das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt darauf aufmerksam, welche Rolle eine gute Vorbereitung und funktionierende Strukturen im Bevölkerungsschutz spielen.

Als obere Brand- und Katastrophenschutzbehörde ist das RP Darmstadt eine zentrale Schnittstelle zwischen dem Land Hessen und den Landkreisen sowie den kreisfreien Städten im Regierungsbezirk. Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten, Sonderstatusstädten sowie Feuerwehren, Hilfsorganisationen und weiteren Akteuren des Bevölkerungsschutzes arbeitet das RP daran, dass auch bei größeren und außergewöhnlichen Schadenslagen die erforderlichen Strukturen greifen.

 

Für den Bevölkerungsschutz bedeutet Resilienz vor allem, gut vorbereitet zu sein. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, regelmäßige Übungen und funktionierende Strukturen.

Prof. Dr. Jan Hilligardt Regierungspräsident

Der Regierungspräsident betont: „Unser Ziel ist es, dass die Strukturen im Regierungsbezirk auch dann handlungsfähig bleiben, wenn eine Schadenslage besonders groß oder komplex ist.“

Der bundesweite Warntag am 10. September – gegen 11 Uhr wird bundesweit eine Probewarnung ausgelöst, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung – macht Krisenvorsorge für die Bevölkerung besonders sichtbar. Gleichzeitig erinnert die Resilienzwoche daran, dass auch die persönliche Vorsorge eine wichtige Rolle spielt: Ein Lebensmittel- und Getränkevorrat für einige Tage, ein gepacktes Notgepäck und eine aktivierte Warn-App können im Ernstfall wertvolle Unterstützung sein. Staatliche und persönliche Vorsorge gehören zusammen. Bürgerinnen und Bürger können sich auf mögliche Notlagen vorbereiten. Gleichzeitig müssen Behörden sicherstellen, dass Warnung und Gefahrenabwehr auch in schwierigen Situationen funktionieren.

Das RP Darmstadt hält einen rund um die Uhr alarmierbaren und einsatzfähigen Katastrophenschutzstab vor. Größere Krisenlagen machen nicht an Kreisgrenzen halt und können gleichzeitig unterschiedliche Bereiche der Gefahrenabwehr betreffen. Im Ernstfall können deshalb verschiedene Stellen und Organisationen zusammengeführt und überörtliche Maßnahmen koordiniert werden.

Ein weiterer Bestandteil der Krisenvorsorge ist der Schutz kritischer Infrastrukturen. Gerade im dicht besiedelten und wirtschaftlich stark verflochtenen Rhein-Main-Gebiet können Störungen wichtiger Infrastrukturen weitreichende Auswirkungen auf die Bevölkerung und das öffentliche Leben haben. Deshalb gilt es auch, mögliche Ausfälle und Störungen frühzeitig in die Vorsorge einzubeziehen und die Handlungsfähigkeit der beteiligten Akteure sicherzustellen.

Die zahlreichen Veranstaltungen der hessischen Resilienzwoche im Regierungsbezirk Darmstadt – unter anderem in Frankfurt, Geisenheim und Rödermark – zeigen, wie breit das Thema Krisenvorsorge aufgestellt ist.

Hintergrund:

Das RP Darmstadt ist als obere Brand- und Katastrophenschutzbehörde eine zentrale Schnittstelle zwischen dem HMdI und den Landkreisen, kreisfreien Städten sowie Sonderstatusstädten im Regierungsbezirk. Sein Brandschutzaufsichtsdienst berät und unterstützt die Behörden vor Ort und nimmt wichtige Aufsichtsfunktionen wahr. Im Katastrophenschutz sorgt das RP insbesondere dafür, dass bei kreisübergreifenden oder besonders komplexen Lagen überörtliche Maßnahmen koordiniert und erforderliche Unterstützungsleistungen zusammengeführt werden können.

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