Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat für einen Teilbereich der Stadt Bürstadt eine ergänzende Nutzungsempfehlung veröffentlicht, wie mit Grundwasser aus privaten Gartenbrunnen umzugehen ist. Betroffene Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer wurden vorab schriftlich über die Ergebnisse der Untersuchungen und die empfohlenen Verhaltensmaßnahmen informiert. Anlass für die ergänzende Nutzungsempfehlung sind neue Erkenntnisse aus Bodenuntersuchungen. Sie zeigen, dass beim Bewässern mit per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS)-belastetem Grundwasser Schadstoffe im Gartenboden angereichert werden können.
Schon im Jahr 2024 hatte die Untere Wasser- und Bodenschutzbehörde des Kreises Bergstraße aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes empfohlen, das Grundwasser aus privaten Gartenbrunnen in dem betroffenen Gebiet nicht als Trinkwasser, zur Zubereitung von Lebensmitteln oder zum Waschen von Obst und Gemüse zu verwenden. Die aktuellen Ergebnisse zeigen nun, dass beim Bewässern mit PFAS-haltigem Grundwasser bislang unbelastete Gartenböden mit PFAS kontaminiert werden können.