Die ehemalige Deponie Eisert am Mainufer in Großkrotzenburg hat aufgrund hoher Schadstoffgehalte in dem dort abgelagerten Industrie- und Hausmüll ein hohes Gefährdungspotenzial für das Grundwasser und den Fluss. Die altlastenrechtliche Sicherung sieht daher eine Einkapselung des zentralen Deponiebereichs vor. Dafür sollen schrittweise eine umlaufende Dichtwand sowie eine Oberflächenabdichtung errichtet werden. Anschließend ist eine Rekultivierung geplant.
Das RP Darmstadt als Obere Bodenschutzbehörde hat den Sanierungsplan für die Gesamtmaßnahme bereits 2022 genehmigt. Mit dem nun übergebenen Bescheid stimmte das RP der Ausführungsplanung für die Dichtwand zu. Diese besteht aus einer rund 200 Meter langen und etwa elf Meter tiefen Stahl-Spundwand und einer rund 800 Meter langen und bis zu 38 Meter tiefen Schlitzwand aus Zement und Ton. Die Dichtwand bindet in eine als Basisabdichtung dienende natürliche Tonschicht ein. Mit dem Bau der Wand soll noch in diesem Jahr begonnen werden.
Das Gelände ist in den vergangenen Jahren bereits aufwändig profiliert worden. Dabei wurden rund 700.000 Tonnen mineralischer Abfälle, die größtenteils per Schiff angeliefert wurden, bautechnisch verwertet.
Die Ausführungsplanung zum Abdichten der Oberfläche und die anschließende Rekultivierung werden aktuell noch durch die HIM vorbereitet. Die gesamten Sanierungsarbeiten auf der Altablagerung sollen bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Danach wird die Sicherung in Form eines regelmäßigen Grundwassermonitorings durch das RP überwacht.
Hintergrund
Die HIM GmbH ist seit 1989 im Auftrag des Landes Träger der Altlastensanierung in Hessen. Sie gründete dafür den Gesellschaftsbereich Altlastensanierung (HIM-ASG). Die HIM GmbH gehört zur Indaver Deutschland GmbH. Die Maßnahmen der HIM werden durch das RP Darmstadt als Obere Bodenschutzbehörde in Südhessen zugelassen und überwacht.