Am heutigen Donnerstag hat Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt dem Reichelsheimer Bürgermeister Christian Hofmann einen Bescheid überreicht, in dem die Rekultivierung des Tagebaus Vierstöck geregelt wird.
Die Gemeinde Reichelsheim (Odenwaldkreis) hat den Tagebau Vierstöck 2010 übernommen. In der jetzt überreichten Zulassung des Abschlussbetriebsplans werden Details der Rekultivierung geregelt, unter anderem die Aufforstung unterschiedlicher Gehölze: Ab diesem Herbst sollen auf einer Fläche von 4 Hektar Bäume gepflanzt werden. Ebenfalls geregelt wird der Abriss alter Betriebsgebäude, von Zäunen, Fundamenten und Betriebsstraßen.
Die Gemeinde hat die durch den Abbau entstandene Grube mit Fremdmaterial verfüllt. Dies war zur Geländemodellierung und aufgrund rutschender Böschungen geboten.
Das RP-Dezernat Bergaufsicht der Umweltabteilung Wiesbaden war federführend für das Verfahren verantwortlich. Das Ende der Bergaufsicht wird nach dem Kronenschluss der Bäume in etwa 10 bis 20 Jahren erwartet.
Hintergrund:
Der ehemalige Tagebau Vierstöck im Odenwald diente früher dem Abbau von Tonsteinen. Die Gemeinde Reichelsheim übernahm den Tagebau Vierstöck von der Firma Trost Terracotta und damit die Aufgabe der Rekultivierung des Areals in der Nähe des Weilers Vierstöck, einer kleinen Siedlung bei Ober-Kainsbach (Ortsteil von Reichelsheim im Odenwaldkreis).