Neben den bunten Logo steht in großen Buchstaben "Vielfalt schätzen". Darunter steht "Antidiskriminierungsstelle"

Landesprojekte: Akzeptanz und Vielfalt

Ziel des Projektes ist es, für die Akzeptanz der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten zu werben, die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern und sich für ein offenes und diskriminierungsfreies Leben aller Menschen in Hessen einzusetzen

Einleitung

Im Haushaltsplan des Landes Hessen für das Haushaltsjahr 2022 stehen im Rahmen des Förderproduktes „Landesaktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ u. a. Haushaltsmittel in Höhe von 50.000 Euro für Maßnahmen zur Stärkung der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, zur Herstellung vergleichbarer Entwicklungschancen und Teilhabe für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität, zur Verbesserung der materiellen Grundlagen der Selbstorganisation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen sowie queeren und nicht-binär identifizierten Menschen (LSBT*IQ) sowie zur Vermittlung von Regenbogenkompetenz insbesondere in Arbeitswelt, Bildung, Erziehung und Verwaltung zur Verfügung.

Ziel der Förderung

Ziel ist es, für die Akzeptanz der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten zu werben, die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern und sich für ein offenes und diskriminierungsfreies Leben aller Menschen in Hessen einzusetzen.

Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an kleinere Organisationen mit keinen oder geringen Erfahrungen in der Antragstellung und Abwicklung von Projekten (z. B. mit Förderprogrammen des Bundes oder der Europäischen Union). Gesucht werden deshalb vorrangig kreative und innovative Projektvorschläge mit regional begrenzter Reichweite und begrenztem Umfang, die insbesondere darauf abzielen, die Sichtbarkeit von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im ländlichen Raum zu stärken.

Förderbedingungen

Das Land Hessen gewährt ausgewählten Projekten nach Maßgabe von Paragraph 23 und 44 Landeshaushaltsordnung (LHO), den hierzu ergangenen allgemeinen Verwaltungsvorschriften und der Investitions- und Maßnahmenförderungsrichtlinie (IMFR) einen Zuschuss in Form einer Zuwendung. Über die Zuwendung wird nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der vom Haushaltsgesetzgeber zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel entschieden. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Landes.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Förderung erstreckt sich auf inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Vorhaben im Wege der Projektförderung.

Ausgaben, die nicht unmittelbar dem Zweck der Förderung zuzuordnen sind, sind nicht zu-wendungsfähig.

Darüber hinaus sind insbesondere nicht zuwendungsfähig:

  • Ausgaben für kalkulatorische Kosten (zum Beispiel solche Kosten, die auch zu decken wären, wenn das Projekt nicht stattfinden würde - „Eh-da-Kosten“) und
  • Investitionskosten (wie z.B. Geräteanschaffungen; Softwareanschaffungen oder Büroausstattung).

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für das Projekt dürfen 5.000 Euro nicht übersteigen. Der Förderbedarf muss 500 Euro übersteigen und darf nicht mehr als 2.500 Euro betragen. Die Förderung wird im Wege der Festbetragsfinanzierung gewährt.

Zuwendungsempfänger/innen

Als Zuwendungsempfänger/innen kommen Vereine sowie freie und andere rechtsfähige Träger/innen in Betracht, die

  • entsprechende Erfahrungen im Themenfeld mitbringen,
  • im Rahmen des Rechnungswesens die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) beachten,
  • die Gewähr für eine zweckentsprechende, wirtschaftliche und sparsame Verwendung der Fördermittel bieten.

Zeitraum der Durchführung

Die Projektdurchführung soll im Haushaltsjahr 2022 erfolgen und abgeschlossen sein. Aus haushaltsrechtlichen Gründen können Bewilligungen nicht für Projekte ausgesprochen werden, die vor dem 1.3.2022 beginnen.

Antragsverfahren

Die Anträge können ab sofort schriftlich eingereicht werden. Anträge können spätestens bis zum 31.10. des laufenden Bewilligungsjahres gestellt werden. Mit der Umsetzung der genehmigten Projekte kann erst begonnen werden, wenn dies durch das Regierungspräsidium Darmstadt schriftlich bestätigt wurde.

Die einzureichenden Anträge sind mit dem Vordruck „Kleinprojekte zum APAV“ zu stellen. Den Antragsvordruck finden Sie unterhalb dieses Textes zum Download.

Diesbezüglich und zur Erfüllung weiterer Voraussetzungen, beachten Sie bitte auch die Ausführungen am Ende der Ausschreibung. Das Regierungspräsidium Darmstadt wählt aus den eingehenden Projektvorschlägen förderwürdige Anträge aus, die in 2022 realisiert werden können.

Ihre Anträge schicken Sie per Post an:

Regierungspräsidium Darmstadt,

64278 Darmstadt

sowie in Kopie per E-Mail an ads@hsm.hessen.de.

Bitte legen Sie den Antrag auf dem Postweg ausgedruckt und unterschrieben vor, da ansonsten keine rechtsgültige Unterschrift vorliegt und der Antrag somit keine Rechtskraft besitzt

Ansprechpersonen für Rückfragen und Erläuterungen:

Anita Breuer, Tel.: +49 (6151) 12 6379, anita.breuer@rpda.hessen.de

Petra Richter, Tel.: +49 (6151) 12 5462, petra.richter@rpda.hessen.de 

Hinweise zur Antragstellung

Aufgrund bisheriger Erfahrungen wird auf folgende Punkte besonders hingewiesen:

Vorzeitiger Maßnahmenbeginn:

Zuwendungen für Projektförderungen dürfen nur für solche Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind. Dagegen sind noch nicht rechtlich bindende Planungen und Anfragen in der Regel zulässig.

Kosten- und Finanzierungsplan:

Der Kosten- und Finanzierungsplan einer Maßnahme hat alle Einnahmen und Ausgaben (auch Zuschüsse von Dritten), die zu einem Projekt gehören, zu enthalten. Die Zuwendungsbehörde prüft den Antrag sowie den Kosten- und Finanzierungsplan und legt fest, welche Ausgaben als zuwendungsfähig anerkannt werden können.

Privatpersonen:

Bitte beachten Sie, dass eine Antragsstellung durch Privatpersonen nicht möglich ist.

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