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Regierungspräsidium Darmstadt

Etwa 1.400 Stellungnahmen zeigen das große Interesse an der Zukunft der Region

Darmstadt/Frankfurt. Wie soll sich Südhessen und der Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main künftig entwickeln? Diese Frage hat viele bewegt: Rund 1.400 Stellungnahmen sind im ersten Beteiligungsverfahren zum Regionalplan Südhessen und zum Regionalen Flächennutzungsplan eingegangen – der überwiegende Teil davon digital.

„Die vielen Stellungnahmen zeigen, wie wichtig den Städten, Gemeinden, Bürgerinnen und Bürgern die zukünftige Entwicklung der Region ist. Sie machen zugleich deutlich, dass unterschiedliche Interessen sorgfältig in Einklang gebracht werden müssen – etwa zwischen Wohnraumbedarf, Freiraumschutz und regionaler Verantwortung“, sagt Claudia Jäger, Verbandsdirektorin des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain.

„Mit den Stellungnahmen liegen nun wichtige Grundlagen für den weiteren Planungsprozess vor. Diese werden im nächsten Schritt fachlich geprüft und in die Abwägung der Neuaufstellung einbezogen“, sagt Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt.

Die neuen Pläne bringen wichtige Impulse für die Entwicklung der Region und langfristige Planungssicherheit für die Städte und Gemeinden.

Prof. Dr. Jan Hilligardt Regierungspräsident

Derzeit werden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet, thematisch gebündelt und geprüft – auch im Hinblick darauf, welche weiteren Fachbehörden einzubeziehen sind. Die Bandbreite der Rückmeldungen ist groß: Zahlreiche Städte und Gemeinden haben sich intensiv mit einzelnen Flächen auseinandergesetzt und eigene Vorschläge zur künftigen Siedlungsentwicklung oder zum Schutz von Freiräumen eingebracht. Auch viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Offenlage, um ihre Perspektiven und Anregungen einzubringen. Parallel dazu fand die formelle Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie der betroffenen Kommunen und Landkreise statt.

Das Beteiligungsverfahren war im Juli 2025 von der Regionalversammlung Südhessen und der Verbandskammer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain beschlossen worden. Bis zum 15. Dezember 2025 konnten Stellungnahmen zum Planentwurf abgegeben werden.

Auf Grundlage der nun laufenden Auswertung wird ein zweiter Verwaltungsentwurf erarbeitet. Dieser wird der Regionalversammlung Südhessen sowie der Verbandskammer zur weiteren Beratung vorgelegt. Bis zum Inkrafttreten des neuen Planwerks behalten der Regionalplan Südhessen und der Regionale Flächennutzungsplan 2010 weiterhin ihre Gültigkeit.

Hintergrund: Regionalplan und Regionaler Flächennutzungsplan

Die Regionalversammlung Südhessen ist Trägerin der Regionalplanung für die Planungsregion Südhessen. Die Verbandskammer des Regionalverband FrankfurtRheinMain verantwortet die Flächennutzungsplanung für den Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. Die Geschäftsstelle der Regionalversammlung Südhessen wird vom Regierungspräsidium Darmstadt als obere Landesplanungsbehörde geführt.

Im Verbandsgebiet des Regionalverbandes sind Regionalplan und Regionaler Flächennutzungsplan in einem gemeinsamen Planwerk zusammengeführt. Außerhalb dieses Gebiets gilt ausschließlich der Regionalplan.

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