Regierungspräsidium Darmstadt

Geringere Ernte in beiden Gebieten

RP bilanziert hessischen Weinanbau 2024

Darmstadt/Eltville. Das Weinbau-Dezernat des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt hat die jüngsten Meldungen der hessischen Betriebe zur Traubenernte und Weinerzeugung ausgewertet. 2024 lagen die Erträge in beiden Anbaugebieten witterungsbedingt teilweise deutlich unter dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre.

Im Rheingau erzielten die Winzerinnen und Winzer über alle Gemarkungen und Rebsorten einen Durchschnittsertrag von 6.364 Liter je Hektar – etwa 8,8 Prozent unter dem Wert der vergangenen zehn Jahre. An der Hessischen Bergstraße lag der Durchschnittsertrag bei 5.286 Liter pro Hektar – fast 26 Prozent unter dem Zehn-Jahres-Wert.Die hohen Ernteverluste dort sind maßgeblich auf den Spätfrost im Raum Groß-Umstadt im April 2024 zurückzuführen.

Im Rheingau betrug die Ertragsfläche über alle Rebsorten und Gemarkungen 3.141 Hektar – davon 2.676 Hektar weiße und 465 Hektar rote Rebsorten. Der Riesling hatte dort insgesamt einen Anteil von 75,8 und der Spätburgunder von 12,6 Prozent. An der Bergstraße betrug die Ertragsfläche rund 451 Hektar – davon 356 Hektar weiße und 95 Hektar rote Rebsorten. Der Riesling hatte dort einen Anteil von 35,2 Prozent, der Grauburgunder von 12,7 Prozent und der Spätburgunder von elf Prozent. In beiden Gebieten wurden jeweils 64 Prozent Qualitätswein und 35 Prozent Prädikatswein geerntet.

Hintergrund: Das Weinbau-Dezernat des RP Darmstadt

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt berät mit seinem in Eltville ansässigen Weinbau-Dezernat die hessischen Weinbaubetriebe. Diese verfügen aktuell über insgesamt 3.636 Hektar bestockte Rebfläche im Rheingau und an der Hessischen Bergstraße. Ende 2024 waren in der Weinbaukartei des RP Darmstadt im Rheingau 443 weinerzeugende Betriebe registriert, darunter drei Genossenschaften; an der Bergstraße 139 Betriebe, davon zwei Genossenschaften. Während der Anteil der genossenschaftlichen Vermarktung im Rheingau bei 4,2 Prozent der bestockten Rebfläche liegt, ist dieser an der Bergstraße mit 57,9 Prozent nach wie vor wesentlich höher.

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