Regierungspräsidium Darmstadt

RP startet Genehmigungsverfahren für betriebseigene Abwasserbehandlungsanlage der Firma Henkell

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für eine neue, betriebseigene Abwasserbehandlungsanlage der Henkell & Co. Sektkellerei KG in Wiesbaden eingeleitet. Mit der Anlage soll ein Teil des auf dem Betriebsgelände anfallenden Abwassers künftig vor Ort behandelt und anschließend in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden.

Die geplante Abwasserbehandlung umfasst unter anderem eine anaerobe Reinigungsstufe. Das dabei entstehende Biogas soll künftig am Standort genutzt werden. Dafür ist vorgesehen, das bestehende Blockheizkraftwerk (BHKW) künftig mit einem Gemisch aus Erdgas und Biogas zu betreiben. Die Feuerungswärmeleistung des BHKW bleibt dabei unverändert unter 1 Megawatt. Darüber hinaus sind Anpassungen und Ergänzungen an den bestehenden Wasseraufbereitungsanlagen vorgesehen.

Die Auslegung der Antragsunterlagen beginnt am kommenden Montag, 24. August, beim RP Darmstadt, Abteilung Umwelt Wiesbaden. Einwendungen gegen das Vorhaben können bis einschließlich 23. Oktober 2026 beim RP eingereicht werden.

Hintergrund

Bisher wird das beim Unternehmen anfallende Produktionsabwasser über die kommunalen Klärwerke in Wiesbaden behandelt. Mit der geplanten betriebseigenen Anlage soll ein Teil des Abwassers künftig auf dem Betriebsgelände vorbehandelt werden. Durch diese Maßnahme soll laut Antragsteller die Schadstoffbelastung des Abwassers vor der Einleitung in die öffentliche Kanalisation minimiert werden. Dies führt zu einer Kapazitätsentlastung der kommunalen Kläranlagen.

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