Regierungspräsidium Darmstadt

Südhessen effizienter leiser machen

Veranstaltung zur Lärmaktionsplanung im RP

Rund 250 Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Kommunen und Landkreise sind Anfang der Woche zu einer Veranstaltung des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt unter dem Motto „Lärmminderungsplanung – Wo stehen wir?“ zusammengekommen. An dem Infotag fanden sich etwa 100 Teilnehmende vor Ort bei der Behörde ein, weitere etwa 150 Personen nahmen digital teil. Dies sollte die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und die Verfahren der Lärmaktionsplanung optimieren.

Ausgangspunkt war eine Umfrage unter den Kommunen und Landkreisen im vergangenen Jahr. Daran anknüpfend gaben Fachleute des RP Darmstadt einen Überblick über Aufgaben, Verfahren und Zuständigkeiten der Lärmaktionsplanung. Anschließend legten ihre Pendants vom Hessischen Wirtschaftsministerium die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Anordnung verkehrsrechtlicher Maßnahmen aus Lärmschutzgründen dar, etwa innerörtlicher Tempolimits. Ergänzend erläuterten Experten von der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit die Möglichkeiten von Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei bei Lärmkonflikten. Im Anschluss daran stellte das Hessische Landesamt für Naturschutz und Geologie die Lärmkartierung vor. Ein Vortrag zur Ausweisung ruhiger Gebiete komplettierte den Austausch.

Hintergrund: Mit ihrer Umgebungslärmrichtlinie hat die Europäische Union bereits 2002 ein Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm eingeführt. In Hessen arbeitet das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) alle fünf Jahre Lärmkarten aus. Auf Grundlage dieser Lärmkarten stellen die drei Regierungspräsidien dann unter Beteiligung der Öffentlichkeit Lärmaktionspläne auf, die mögliche Maßnahmen zur Verminderung der Lärmbelastung enthalten. Ziel ist, eine nachhaltige Minderung des Verkehrslärms zu erreichen.

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