Stefanie Karl an ihrem Arbeitsplatz im RP

Umweltreferendarin

Am 1. Oktober hat Stefanie Karl ihr Umweltreferendariat beim Regierungspräsidium Darmstadt begonnen. Während sie der Abteilung „Arbeitsschutz und Umwelt“ am Standort Darmstadt zugeordnet ist, wird sie in den verschiedensten Bereichen mitarbeiten. Ausbildungsabschnitte sind auch andere Behörden, Hospitationen sowie Lehrgänge und Seminare. Nach zwei Jahren wird das Umweltreferendariat mit der großen Staatsprüfung beendet, in der Regel mit der Übernahme in den öffentlichen Dienst.

Ein gutes Vierteljahr ist Stefanie Karl jetzt schon in der Behörde – Zeit für eine erste Bilanz:

Wie sind Sie zum Regierungspräsidium gekommen?

Ich habe an der Technischen Universität Darmstadt den Master zur Umweltingenieurin absolviert. Anschließend habe ich zwei Jahre bei einem Unternehmen im Bereich Abfallentsorgung gearbeitet – vor allem im Produkt- und Projektmanagement. Dabei habe ich allerdings festgestellt, dass ich lieber mit direktem Umweltbezug und interdisziplinär arbeiten möchte. Ein Bekannter, der für das Land Hessen arbeitet, hat mich auf die Stelle beim Regierungspräsidium aufmerksam gemacht.

Wussten Sie vorher, was das Regierungspräsidium macht?

Nein. Jeder in Darmstadt kennt zwar das altehrwürdige Gebäude am Luisenplatz, aber die wenigsten – auch von den Studierenden – wissen wahrscheinlich, welche Behörde hier angesiedelt ist, was diese eigentlich macht und wer hier arbeitet. Ich war sehr überrascht, welche Aufgabenfülle beim Regierungspräsidium angesiedelt ist.

Wie ist Ihr erster Eindruck von der Behörde?

Insgesamt sehr positiv. Wir sind in Darmstadt sehr zentral gelegen, mein Büro im Wilhelminengebäude – über der Post – ist direkt in der Innenstadt. Meine Kolleginnen und Kollegen haben mich sehr freundlich aufgenommen, alle sind sehr offen und hilfsbereit. Und alles scheint hier gut vorbereitet und geplant zu sein. Das Referendariat ist genau strukturiert und ich werde gut betreut. Natürlich musste ich mich an die Abläufe hier erst gewöhnen.

Was machen Sie bisher beim Regierungspräsidium?

Aktuell bin ich den beiden Dezernaten für Immissionsschutz am Standort Darmstadt zugeordnet. Diese sind zum Beispiel für die Genehmigung der Windkraftanlagen im Odenwald und an der Bergstraße zuständig. Ich gehe mit Kolleginnen und Kollegen aus beiden Dezernaten auf Vor-Ort-Termine und schreibe an Berichten und Vermerken mit.

Auf welche Stationen freuen Sie sich am meisten?

Auf die Praxis. Besonders freue ich mich auf die Arbeit in den anderen Dezernaten in meiner Abteilung. Nach dem Immissionsschutz geht es noch in die Bereiche Abfall und Bodenschutz. Außerdem bin ich gespannt auf meine Hospitationszeit und die Station beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Die Theorie, die wir per Fernstudium im Umwelt- und Verwaltungsrecht vermittelt bekommen, ist eine echte Herausforderung für mich. Schließlich möchte ich am Ende in zwei Jahren die Abschlussprüfung erfolgreich bestehen.

Hintergrund

Das Regierungspräsidium Darmstadt ist eine sogenannte Landesmittelbehörde - sie arbeitet zwischen kommunaler und Landesebene. Dies schließt vielfältige Aufgaben in ganz Südhessen und teilweise sogar landesweit ein. Diese reichen vom Kampfmittelräumdienst, bis zum Flüchtlings- und Gesundheitswesen sowie den Bereichen Arbeits-, Umwelt- und Naturschutz.

An drei großen und weiteren kleinen Standorten beschäftigt das Regierungspräsidium Darmstadt rund 1500 Menschen. Es bildet selbst aus und bietet für Hochschul-Absolventen verschiedener Fachrichtungen Referendariate an. Mehr Informationen und die aktuellen Stellenausschreibungen gibt es auf der Website der Behörde unter „Karriere im Regierungspräsidium“.