Schutzkategorie und Ausweisung

Schutzgebiete leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Natur- und Kulturgüter der Erde.

NATURA 2000-Gebiete bilden ein europaweites Schutzgebietsnetz. Es besteht aus EU-Vogelschutzgebieten und aus Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH-Gebieten) zum Erhalt bedeutsamer Lebensraumtypen, Tier- und Pflanzenarten. Die Sicherung dieser Gebiete erfolgte in Hessen 2008 durch eine landesweite NATURA 2000-Verordnung auf der Grundlage europarechtlicher Vorgaben.

Weitere Arten von Schutzgebieten beruhen auf nationalen Regelungen im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Sie können ganz oder teilweise in der NATURA 2000-Kulisse enthalten sein. Die Sicherung dieser Gebiete erfolgt in der Regel durch den Erlass einer Schutzgebietsverordnung. Dafür sind nach dem Hessischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz Naturschutzbehörden unterschiedlicher Verwaltungsebenen zuständig:

  • Nationalparke, Nationale Naturmonumente (§ 24 BNatSchG) – Landesregierung
  • Biosphärenreservate (§ 25 BNatSchG) – für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Ministerin/zuständiger Minister
  • Naturparke (§ 27 BNatSchG) – für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Ministerin/zuständiger Minister
  • Landschaftsschutzgebiete (§ 26 BNatSchG) – Obere Naturschutzbehörde (RP Darmstadt)
  • Naturschutzgebiete (§ 23 BNatSchG) – Obere Naturschutzbehörde (über 5 ha), Untere Naturschutzbehörde (bis 5 ha)
  • Naturdenkmale (§ 28 BNatSchG) – Untere Naturschutzbehörde
  • Geschützte Landschaftsbestandteile (§ 29 BNatSchG) – Untere Naturschutzbehörde (Außenbereich), Gemeinde (innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile)
  • Gesetzlich geschützte Biotope (§ 30 BNatSchG) – unmittelbar, kein förmliches Verfahren

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie nähere Informationen über Themen und Schutzgebiete in der Zuständigkeit der Oberen Naturschutzbehörde. Über den NATUREG-Viewer finden Sie die Lage der Gebiete und weitere Informationen.

Themen
Schutz von Ressourcen und Freiflächen
Landschaftsschutzgebiete dienen dem Schutz von Natur und Landschaft. Gleichzeitig bieten sie vielen Menschen einen wertvollen Erholungsraum. Anders als bei Naturschutzgebieten, die konkret vorkommende seltene Arten, Lebensgemeinschaften und Lebensräume schützen, geht es bei den meist großräumigen Landschaftsschutzgebieten in der Regel um die Erhaltung einer Kulturlandschaft.
Vorrang für die Natur
Naturschutzgebiete zeichnen sich dadurch aus, dass der Natur hier Vorrang vor anderen Interessen eingeräumt wird. Damit sind die meist kleinräumigen, streng geschützten Flächen ein wichtiger Baustein für die Bewahrung der biologischen Vielfalt.
Europäisches Schutzgebietssystem
Natura 2000 ist der Name für ein europaweites Netz von Schutzgebieten. Es setzt sich zusammen aus EU-Vogelschutzgebieten und aus Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH-Gebieten) zum Erhalt bedeutsamer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten. Ziel ist es, das europäische Naturerbe auch für nachfolgende Generationen zu sichern und die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern.
Management und Pflege
Management und Pflege dienen dem Erhalt der wertvollen Schutzgüter in den NATURA 2000- und Naturschutzgebieten. Verantwortlich ist die Obere Naturschutzbehörde (NSG unter 5 Hektar: Untere Naturschutzbehörde). Sie erfüllt diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit den örtlich zuständigen Forstämtern bzw. Landräten und teilweise beauftragten Fachbüros.
Freizeitaktivitäten in der Natur
In Naturschutzgebieten hat die Natur Vorrang. Deshalb sind Zugänge und Grenzen im Gelände amtlich beschildert. Für jedes Gebiet regelt eine spezielle Schutzgebietsverordnung, welche Gebote und Verbote zu beachten sind. Nur wenige der streng geschützten Flächen sind für Besucher ganz gesperrt. In vielen sind Sport und Freizeitaktivitäten möglich, wenn die jeweiligen Vorgaben beachtet werden.
Einzelne Schutzgebiete
Viele Menschen interessieren sich für die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung oder nutzen sie gerne zu Erholungs- und Freizeitzwecken. Um Wissenswertes über südhessische Naturschutz- und NATURA 2000-Gebiete zu vermitteln und den Schutzgedanken zu fördern, stellen wir Ihnen auf dieser Seite einzelne Gebiete näher vor.

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